Strukturmodell Archive - Paritätisches Seniorenwohnen https://www.pswohnen.de/category/blog/strukturmodell/ Fri, 04 Mar 2022 14:26:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://www.pswohnen.de/wp-content/uploads/2021/09/cropped-200630-PSW-Logo-ohne-Text-II-32x32.png Strukturmodell Archive - Paritätisches Seniorenwohnen https://www.pswohnen.de/category/blog/strukturmodell/ 32 32 Die Aufnahme reibungslos gestalten https://www.pswohnen.de/aktuell/die-aufnahme-reibungslos-gestalten/ Wed, 24 Jul 2019 09:22:24 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=649 Wie aus einer Idee ein Praxistest wird   Sie haben schon viele Aufnahmen gehabt. Man kann mit Gewissheit sagen: die beiden Wohnbereichsleiterinnen Jenny Nußmann und Juliane Baars sind Profis in...

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Wie aus einer Idee ein Praxistest wird

 

Sie haben schon viele Aufnahmen gehabt.

Man kann mit Gewissheit sagen: die beiden Wohnbereichsleiterinnen Jenny Nußmann und Juliane Baars sind Profis in Sachen Aufnahme.

Nicht erst durch die vielen Bewohner*innen, die seit April 2014 in das neu erbaute PARITÄTISCHE Seniorenwohnen „Vincent van Gogh“ eingezogen sind.

Sie sind versierte Pflegefachkräfte, die wissen, worauf es beim Einzug in die Pflegeeinrichtung ankommt, und denen es wichtig ist, die Eingewöhnungsphase für die Bewohner*innen individuell zu gestalten und professionell zu begleiten.

Gerade am Anfang sind besonders viele Informationen nötig, um eine umfassende Versorgungsplanung aufzustellen.

Die Einrichtung ist derzeit in der Umstellung auf das Strukturmodell. Das bedeutet:  grundlegende Entbürokratisierung und Einführung eines anderen Dokumentationssystems. Alle, in den ersten Tagen relevanten Informationen werden in der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) erfasst. Um die Arbeit mit dem neuen System zu erleichtern, haben wir eigene Arbeitshilfen entwickelt und alle Mitarbeiter*innen damit ausgestattet.

Gut und schön, trotzdem gibt es einen kleinen Haken. Gerade am Aufnahmetag bzw. in den ersten 24 Stunden ist die Fülle an Informationen so groß, dass nichts im hektischen Arbeitsalltag untergehen darf.

Hierfür haben sich Jenny Nußmann und Juliane Baars etwas Geniales einfallen lassen: eine Arbeitshilfe, die jedermann für eine Neuaufnahme nutzen kann. Darin sind die wichtigsten Punkte und Fragestellungen nach den sechs verschiedenen Themenfeldern der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) sortiert: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Mobilität und Beweglichkeit, Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen, Selbstversorgung, Leben in Sozialen Beziehungen, Wohnen/ Häuslichkeit.

 

So wird gerade am Anfang nichts vergessen und die gewonnen Informationen können sofort im „echten“ SIS®-Bogen an der richtigen Stelle dokumentiert werden.

Bei der Dienstübergabe bietet die neue Arbeitshilfe einen guten Überblick über den aktuellen Informationsstand, so dass die nächste Pflegefachkraft die Aufnahme unkompliziert fortsetzen kann.

Letzte Woche zu Papier gebracht, diese Woche geht die Testversion in die Praxis. Wir freuen uns, wenn die neue Arbeitshilfe eine Erleichterung bringt. Denn darum geht es dabei in erster Linie.

Ein Dankeschön an Frau Nußmann und Frau Baars für ihr Engagement!

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Unsere kleine „Starthilfe“ https://www.pswohnen.de/blog/unsere-kleine-starthilfe/ Tue, 02 Apr 2019 10:40:00 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=677   Umdenken ist manchmal gar nicht so einfach. Erst recht nicht, wenn man es gewohnt ist, die Pflegeanamnese einer Bewohnerin oder eines Bewohners überwiegend im Ankreuzverfahren zu erstellen. Davon haben...

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Umdenken ist manchmal gar nicht so einfach. Erst recht nicht, wenn man es gewohnt ist, die Pflegeanamnese einer Bewohnerin oder eines Bewohners überwiegend im Ankreuzverfahren zu erstellen. Davon haben sich die Mitarbeiter*innen des PSW nun schon vor einiger Zeit verabschiedet. Sie haben sich für eine neue Pflegedokumentation entschieden, aufgebaut nach dem Strukturmodell.

Eine mutige Entscheidung, denn nun heißt es, eine Informationssammlung, nämlich die Strukturierte Informationssammlung (SIS®), in der frisch erlernten und trainierten Art und Weise zu erstellen und die Situation der Bewohnerin oder des Bewohners mit den eigenen Worten abzubilden.

Aber auch eine weise Entscheidung, denn diese Art der Beschreibung wesentlicher, für die Versorgung notwendiger Informationen ist sehr individuell. Man kann sogar sagen, sie ist einzigartig, denn sie stellt die Wünsche und Bedürfnisse und den Bedarf der einzelnen pflegebedürftigen Person in den Mittelpunkt. Weicht unsere fachliche Einschätzung davon ab, sind wir angehalten, uns mit der Bewohnerin bzw. dem Bewohner über die unterschiedlichen Sichtweisen zu verständigen.

Um den Übergang von dem alten zum neuen System zu erleichtern, haben wir verschiedene Arbeitshilfen ausprobiert:

Ein Poster mit Beispielen ist ganz schön, aber es hängt im Dienstzimmer.

Unsere Beispieldokumentation, die den Mitarbeiter*innen aus den Schulungen bekannt ist, hilft sicher, sich immer wieder an das Gelernte zu erinnern.

Aber der große Schlager ist und bleibt unsere Kitteltaschenarbeitshilfe.

 

Unser Erstling, in liebevoller Handarbeit gefertigt.

 

So sieht unsere Kitteltaschenarbeitshilfe heute aus.

 

Alle Mitarbeiter*innen aus dem Pflege- und Betreuungsbereich erhalten in den Schulungen diese ganz persönliche Praxisbegleitung mit auf den Weg. Sie ist klein und handlich, widerstandsfähig (man kann sie nämlich einfach abwischen, ohne dass ihr Aussehen darunter leidet) und es stört auch nicht, wenn sie beim Gespräch mit der Bewohnerin oder dem Bewohner auf dem Tisch liegt. Ab und an ein Blick hinein genügt, um zu erkennen, ob man alle wichtigen Informationen gesammelt hat, um einen Maßnahmenplan aufstellen zu können.

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Entbürokratisieren heißt Bewahren und Loslassen https://www.pswohnen.de/blog/strukturmodell/entbuerokratisieren-heisst-bewahren-und-loslassen/ Wed, 27 Mar 2019 12:01:36 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=680 Davon können wir nach nunmehr vier Jahren ein Lied singen… Nach unseren Erfahrungen sind diese 5 Punkte bei der Entbürokratisierung eines Dokumentationssystems besonders wichtig:   Jedes Formular kritisch prüfen. Wer...

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Davon können wir nach nunmehr vier Jahren ein Lied singen… Nach unseren Erfahrungen sind diese 5 Punkte bei der Entbürokratisierung eines Dokumentationssystems besonders wichtig:

 

  1. Jedes Formular kritisch prüfen.

Wer sein Dokumentationssystem entbürokratisieren will, muss jedes Formular in die Hand nehmen und kritisch prüfen, ob und in welchem Umfang es (noch) benötigt wird. „Abspecken“, verwerfen, bewahren – alles ist möglich. Dabei sind Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt, denn alle Befindlichkeiten müssen ernst genommen werden.

Praxisbeispiel: In der Pflege ist die Erfassung biographischer Daten unbedingt erforderlich, um eine individuelle Versorgung zu gewährleisten. So war die Sorge einiger Pflegekräfte nur allzu verständlich als wir vor mehreren Jahren beschlossen haben, uns vom vierseitigen Biographiebogen zu trennen, der zusätzlich zur x-seitigen Pflegeanamnese unseres Doku-Anbieters auszufüllen war. Also haben wir den Biographiebogen noch für 4 Wochen belassen, um in dieser Zeit aufzuzeigen, dass biografische Angaben zukünftig nicht verloren gehen, sondern in der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) unserer neuen Doku sinnvoll im Kontext mit den einzelnen Themenfeldern abgebildet werden können.

 

  1. Doppeldokumentation vermeiden.

Entbürokratisieren heißt konsequent zu sein. Auch darin, Doppeldokumentationen zu vermeiden. Dabei kann man schon auf die eine oder andere Kuriosität treffen, die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen hat.

Praxisbeispiel: In einer Pflegeeinrichtung gibt es mehrere Beteiligte im Aufnahmeprozess neuer Bewohner*innen (Pflegedienstleitung, Sozialdienst, Pflegekräfte des Wohnbereiches etc.). Dabei werden eine Reihe von Stammdaten erhoben, die für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen notwendig sind. Da kommt es gar nicht so selten vor, dass Daten doppelt und dreifach erhoben werden und die Pflegekräfte des Wohnbereiches bereits erfasste Daten abschreiben, weil sie zu Beginn des pflegerischen Auftrags ein Stammblatt in der Pflegedokumentation anlegen müssen. Wenn man einmal durchschaut hat, wer im Aufnahmeprozess welche Daten erfasst, liegt es nahe, ein „Wander“-Stammblatt einzuführen, das in allen Schritten des Aufnahmeprozesses einfach mitläuft und von allen Beteiligten genutzt wird.

 

  1. Mutig ausprobieren, aber auch Bewährtes bewahren.

Wer sich von seiner „alten“ Pflegedokumentation trennt, muss den Mut haben, Neues auszuprobieren. Dennoch gibt es immer auch Elemente, die sich bewährt haben und die man in die neue Dokumentation integrieren kann.

Praxisbeispiel: Die Pflegeplanung des PSW enthielt unterstützende Elemente für die Prophylaxeplanung. Mit Implementierung des Strukturmodells wurde die Pflegeplanung durch die Maßnahmenplanung ersetzt, auch die Anteile zur Prophylaxeplanung entfielen somit. Da sie sich in der Vergangenheit aber als absolut nützlich erwiesen haben, wurde für die Pflegekräfte eine Arbeitshilfe für die neue Maßnahmenplanung entwickelt, in der u.a. die bereits bekannten Inhalte der ehemaligen Prophylaxeplanung untergebracht wurden. 

 

  1. Interne Regelungen anpassen.

Wer entbürokratisiert, muss sich auch mit den Regelungen hinter den Formularen befassen, denn auch diese haben zum Dokumentationsaufwand beigetragen, so wie die Formulare selbst.

Praxisbeispiel: Wenn Berichte auf das Wesentliche konzentriert sein sollen, insbesondere auf Abweichungen vom Maßnahmenplan (aus den verschiedensten Gründen), dann müssen alle an der Pflegedokumentation Beteiligten lernen, von routinemäßigen Einträgen wegzukommen. Regelungen wie ein Eintrag pro Tag, pro Schicht oder ähnliches sind nicht zielführend. Was soll eine Pflegekraft ansonsten dokumentieren, wenn Bewohner*innen nachts schlafen? „Bewohner schlief.“ gehört im Hier und Heute nicht mehr in unser Berichteblatt, es sei denn, es handelt sich um ein außergewöhnliches Ereignis.

 

  1. Zuhören und die Ideen der Mitarbeiter*innen „einsammeln“.

Am Tisch lassen sich viele Dinge toll ausdenken. In der Praxis zeigt sich, wie gut die neue Pflegedokumentation wirklich ist. Deshalb ist es besonders in der Implementierungsphase wichtig, den Mitarbeiter*innen, die mit der Dokumentation arbeiten, gut zuzuhören, um zu erkennen, an welchen Stellen Schwierigkeiten auftreten oder ein anderer Weg vielleicht besser ist als der geplante.

Praxisbeispiel: Ein Element der Pflegedokumentation nach dem Strukturmodell ist der Maßnahmenplan. Nach vier Jahren Praxiserfahrungen können wir feststellen, dass unser heutiger Maßnahmenplan sich von dem ersten „Rohling“ deutlich unterscheidet. Insbesondere die Pflegekräfte haben die Weiterentwicklung maßgeblich beeinflusst und durch ihre Fragen und Ideen vorangetrieben.

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Die Schulung zum Strukturmodell – ein Baustein zum Erfolg https://www.pswohnen.de/aktuell/die-schulung-zum-strukturmodell-ein-baustein-zum-erfolg/ Wed, 20 Mar 2019 12:02:39 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=682 Wer andere begeistern will, muss selbst begeistert sein. – So heißt es in einem Sprichwort. Deshalb gehört in die Schulungen zum Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation jede Menge Fachwissen, aber...

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Wer andere begeistern will, muss selbst begeistert sein. – So heißt es in einem Sprichwort.

Deshalb gehört in die Schulungen zum Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation jede Menge Fachwissen, aber auch eine gehörige Portion Leidenschaft für das Thema.

Wenn es gelingt, die Mitarbeiter*innen darin aktiv einzubinden, geht man definitiv reicher aus den Schulungen heraus als man hineingegangen ist.

Das ist unser Schatz, den wir während unzähliger Schulungen geborgen haben. Durch ihre Ideen und interessanten Fragestellungen haben die Mitarbeiter*innen ihre eigene Pflegedokumentation und die damit verbundene Organisation von Arbeitsabläufen maßgeblich weiterentwickelt. Und sie tun es immer noch… Derzeit wird ein neuer Überleitungsbogen von den Ideengeber*innen in der Praxis getestet.

Welcher Rahmen ist nun aus unserer Sicht für das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation empfehlenswert?

Hier sind unsere Tipps, das Ergebnis aus mehrjährigen Implementierungserfahrungen:

Inhalte:

Methoden:

  • Führen Sie viele Übungen durch, an die sich die Schulungsteilnehmer*innen auch im Nachhinein noch gern erinnern.
  • In den offiziellen Schulungsunterlagen (Link: siehe oben) sind Fallbeispiele enthalten, Sie können sie aber auch selber gestalten: Denken Sie sich Frau oder Herrn Mustermann aus, spielen Sie Ihr Beispiel vor und lassen Sie die Teilnehmer*innen die Strukturierte Informationssammlung (SIS®) und den Maßnahmenplan gemeinsam erarbeiten.
  • Geben Sie den TeilnehmerInnen eine Musterakte ihrer neuen Pflegedokumentation an die Hand, das Fallbeispiel aus den Schulungen könnte darin enthalten sein. So haben sie in der Praxis einen konkreten Bezug zu ihrer Schulung.
  • Wiederholen Sie Kernaussagen, die besonders wichtig sind.

Rahmen:

  • Empfehlenswert ist eine ganztägige Schulung, d.h. Sie sollten einen Zeitrahmen von 6 bis 8 Stunden einplanen.
  • Schulen Sie Pflegefachkräfte, Pflegekräfte und Auszubildende gemeinsam. Es gibt zwar in der Pflegedokumentation wie bisher unterschiedliche Verantwortungsbereiche, aber wenn alle das Strukturmodell kennen und anwenden sollen, dann ist ein gemeinsames Verständnis eine wichtige Voraussetzung.
  • Wenn in Ihrer Einrichtung auch Ergotherapeut*innen tätig sind, dann lassen Sie sie ebenfalls daran teilnehmen. Strukturmodell geht alle an!
  • Auch Betreuungsassistent*innen sind Beteiligte in der Pflegedokumentation und brauchen eine Schulung, die natürlich etwas weniger umfangreich sein kann.

Während der Implementierungsphase, wenn alle Pflegedokumentationen in der Einrichtung neu erstellt werden müssen, sollten Sie für die Pflegefachkräfte noch einen zweiten Schulungstag einplanen. Wenn die Mitarbeiter*innen den ersten Tag absolviert haben, ist die Motivation groß, das Neuerlernte praktisch auszuprobieren.

Mit dem zweiten Schulungstag erhalten die Pflegefachkräfte die Möglichkeit, mit ihrer ersten eigenen Akte zu beginnen. Daneben fördert die Beschäftigung mit der eigenen Dokumentation den fachlichen Austausch miteinander. Nicht selten haben wir erlebt, dass die Arbeit der Kolleg*innen mehr als im Arbeitsalltag wahrgenommen und in besonderer Weise wertgeschätzt wird.

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Bei „nein“ geht gar nichts mehr https://www.pswohnen.de/aktuell/bei-nein-geht-gar-nichts-mehr/ Sun, 17 Mar 2019 12:03:53 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=684 Die Bedeutung der Grundbotschaft in der Maßnahmenplanung am praktischen Beispiel Ein Beitrag von Yvonne Jöhrend, Pflegedienstleiterin im Paritätischen Seniorenwohnen „Dr. Victor Aronstein“: „Ist mir doch egal, mach doch…“, sagt Herr...

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Die Bedeutung der Grundbotschaft in der Maßnahmenplanung am praktischen Beispiel

Ein Beitrag von Yvonne Jöhrend, Pflegedienstleiterin im Paritätischen Seniorenwohnen „Dr. Victor Aronstein“:

„Ist mir doch egal, mach doch…“, sagt Herr M. zur Begrüßung. Ein Signal für die Pflegekraft, das sie ihn bei der Körperpflege unterstützen darf.

Bis zum Erkennen dieses Signals war es allerdings ein langer, schwieriger Weg:

Herr M. wohnt seit längerer Zeit in unserer Einrichtung. Die körpernahen Verrichtungen und die Kommunikation mit ihm führten im Alltag immer wieder zu Konflikten mit anderen Bewohner*innen und unserem Personal. Herr M. lehnte eine Unterstützung bei der Körperpflege oft ab. Gutes Zureden oder klare Aufforderungen liefen ins Leere bzw. lösten eine laute, aufgebrachte Kommunikation gegenüber Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen aus.

Auch die Folgen der an manchen Tagen abgelehnten Körperpflege führten zu einem hohen Konfliktpotential im Wohnbereich. Andere Bewohner*innen fühlten sich in Gegenwart von Herrn M. unwohl und teilten ihm dies zuweilen sehr direkt mit, was bei ihm wiederum das oben beschriebene Verhalten verstärkte.

Was ist heute anders?

Bei der Umstellung der Pflegedokumentation auf das Strukturmodell führte eine Pflegefachkraft des Wohnbereiches erneut mehrere Gespräche mit Herrn M. Sie sammelte Informationen und begleitete Herrn M. aufmerksam in seinen Verhaltensweisen im Alltag. Dabei wandte sie neu erlernte Gesprächstechniken an, um eine Strukturierte Informationssammlung zu erstellen und eventuelle Beweggründe für sein herausforderndes Verhalten zu erkennen.

Im Laufe eines Zeitraumes von ca. 4 Wochen kristallisierte sich heraus, dass das manchmal von Pflegekräften und Bewohner*innen an Herrn M. gerichtete Wörtchen „nein“ sowie konkrete Aufforderungen bei ihm immer wieder herausforderndes Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen auslöste. Eine weitere wesentliche Erkenntnis in der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) war, dass Herr M. wiederholt „Ist mir doch egal, mach doch.“ äußerte und im Anschluss daran tatsächlich körpernahe Verrichtungen möglich wurden.

Das zweite Element des Strukturmodells ist die Maßnahmenplanung, in die nun die Informationen aus der SIS® einfließen müssen. Eine wichtige Funktion hat die Grundbotschaft, die dem Maßnahmenplan vorangestellt wird. Hier werden Besonderheiten, Vorlieben, Rituale, aber auch besondere Verhaltensweisen formuliert, die in der Versorgung der pflegebedürftigen Person eine wesentliche Rolle spielen und daher nicht unberücksichtigt bleiben dürfen. Hilfreiche Hinweise zum Vergleich finden Sie auch hier.

Die Bedeutung der Grundbotschaft wird im Fall von Herrn M. besonders deutlich. Wird bei allen geplanten Maßnahmen auf die Ansprache und Ausdrucksweise geachtet, dabei beispielsweise das Wörtchen „nein“ vermieden, kann viel Aufregung vermieden werden und eine Unterstützung der Körperpflege ist viel besser möglich.

Als Pflegedienstleiterin kann ich sagen, dass die Einführung des Strukturmodells für viele unserer Bewohner*innen eine Optimierung ihrer Pflege und Betreuung mit sich gebracht hat. Die Pflegeplanungen mit ihren 13 AEDL´s waren zwar sehr umfangreich, aber als Arbeitsinstrument in der bisherigen Form überholt.  Im Gegensatz dazu kommt durch die Übersichtlichkeit in unserer neuen (entbürokratisierten) Pflegedokumentation die Person-Zentriertheit des Strukturmodells sehr gut zum Ausdruck.

Es ist erstaunlich, welche Informationen in einfachen und manchmal auch nur sehr wenigen Äußerungen unserer Bewohner*innen für uns verbogen sind, wenn wir gut zuhören, über das Gesagte nachdenken und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen.

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Abnehmen mal ganz anders https://www.pswohnen.de/blog/strukturmodell/abnehmen-mal-ganz-anders/ Thu, 07 Mar 2019 12:08:47 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=688 Kick-off-Veranstaltungen sollen informieren, wachrütteln, mitreißen und Lust auf etwas Neues machen. Gut gemacht können Sie ein toller Projektstart sein. Wir verraten Ihnen, wie wir mit unserem Großprojekt „Implementierung des Strukturmodells...

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Kick-off-Veranstaltungen sollen informieren, wachrütteln, mitreißen und Lust auf etwas Neues machen. Gut gemacht können Sie ein toller Projektstart sein.

Wir verraten Ihnen, wie wir mit unserem Großprojekt „Implementierung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ an den Start gegangen sind.

Eine Variante könnte sein, sich in einem symbolischen Akt von der alten Doku zu verabschieden, in dem man sie mit den Mitarbeiter*innen gemeinsam schreddert. Aber das ist nicht so unser Ding.

Eine andere Variante ist der Trick mit der Wäscheleine. Wer Strukturmodell-Fans kennt, hat vielleicht schon mal davon gehört:

Man nehme:

·      eine (sehr lange) Wäscheleine

·      (gefühlt mindestens) 100 Wäscheklammern und

·      alle Papiere, die zur alten und zur neuen Pflegedokumentation gehören

Die Wäscheleine durch den Veranstaltungsraum spannen. Nun alle alten und neuen Formulare der Doku mit den Wäscheklammern anhängen. (Aber Vorsicht: der Anblick kann einen auch „erschlagen“, je nachdem, wie formularlastig die alte Doku ist.)

Nach einer kurzen informativen Einstimmung auf das Projekt über den Zweck und den konkreten Zeitplan können die Mitarbeiter*innen folgendermaßen einbezogen werden:

  • Jedes Formular wird von Ihnen einzeln abgenommen und benannt.
  • Nun sollen die Mitarbeiter*innen einschätzen, ob sie dieses Formular noch brauchen, ob sie über den Einsatz zukünftig selbst entscheiden können oder ob es gänzlich entsorgt werden kann.
  • Widmen Sie sich jedem der zugerufenen Kommentare. Manche Mitarbeiter*innen sind vorsichtig, andere sehr mutig in der Entscheidung, was weg kann. Da Sie bestens wissen, was zukünftig dazugehören wird, nutzen Sie an dieser Stelle die Chance, die Bedeutung vermeintlich überflüssiger Formulare, die aber weiterhin gebraucht werden, noch einmal zu erklären.
  • Legen Sie jedes einzelne von der Leine genommene Formular schließlich sichtbar ab, in dem Sie verschiedene Stapel bilden:
  1. „Kann weg!“
  2. „Darf ich zukünftig selbst entscheiden.“
  3. „Verwende ich immer, aber nur bei spezifischen Pflegeproblemen.“
  • Lassen Sie die Formulare der neuen Pflegedoku sowie die „alten“ Formulare, die sich bewährt haben und fortbestehen, hängen. In den nachfolgenden Schulungen zum Strukturmodell werden die Mitarbeiter die Formulare kennenlernen und die Anwendung üben.

Ihre Wäscheleine sollte sich nach und nach lichten und schließlich einen erfreulich übersichtlichen Eindruck machen.

So leicht war „abnehmen“ noch nie!

Es hängen nur noch die Formulare auf der Leine, die in der Pflegedokumentation zukünftig – also nach der Entbürokratisierung – gebraucht werden.

Gibt es Kick-off-Veranstaltungen, die Ihnen besonders gut gelungen sind? Dann erzählen Sie hier Ihre Geschichte. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

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Der Funke muss überspringen https://www.pswohnen.de/aktuell/der-funke-muss-ueberspringen/ Mon, 04 Mar 2019 12:24:35 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=690 Ein Projekt ist erfolgreich, wenn Menschen sich daran beteiligen. Bevor man loslegt, muss man also informieren, viel kommunizieren, motivieren… Jede Organisation hat eine Reihe von Möglichkeiten, die Mitarbeiter*innen über ihre...

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Ein Projekt ist erfolgreich, wenn Menschen sich daran beteiligen. Bevor man loslegt, muss man also informieren, viel kommunizieren, motivieren…

Jede Organisation hat eine Reihe von Möglichkeiten, die Mitarbeiter*innen über ihre Vorhaben zu informieren. Wer Veränderungen von Strukturen und Abläufen in der Pflege plant, muss in allererster Linie die Pflegekräfte dafür gewinnen, sich auf das Projekt einzulassen und diesen neuen, zunächst mal ziemlich anstrengenden Weg mitzugehen.

Wie wäre es dann also mit einer mitreißenden Kick-off-Veranstaltung?

Bei der Implementierung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation nutzten wir die Kick-off-Veranstaltungen als symbolischen Projekt-„Startschuss“, um die Mitarbeiter*innen auf das Projekt einzustimmen. Sie sollten Lust darauf haben, sich auf das Neue einzulassen.

Und das Neue bedeutete im ersten Schritt sehr viel Arbeit. Um das mal in Zahlen auszudrücken: In einer Einrichtung mit 140 Bewohner*innen mussten 140 (!) Pflegedokumentationen neu erstellt werden!

Mächtig gewaltig, das muss man erstmal schaffen!

Die Erfahrung mit unserem „Prototypen Kurzzeitpflege“ – Wie aus einem Prototypen ein Wanderzirkus wurde – hat gezeigt, dass die Pflegekräfte endlich wieder Spaß an und mit ihrer Pflegedoku hatten. Aus ihrer Doku wurde ein echtes Arbeitsinstrument.

Die „Implementierung des Strukturmodells“ war ein herausragendes Projekt in der Pflege, das Thema hat unsere Branche über mehrere Jahre beschäftigt. Deshalb haben wir in unseren Kick-off-Veranstaltungen gerne ein paar Worte über die Geschichte des Modells verloren, das mit sehr viel Engagement durch das eigens vom Bundesministerium für Gesundheit dafür eingerichtete EinStep-Projektbüro unter der Leitung von Frau Elisabeth Beikirch vorangetrieben wurde.

Dieses Projekt ist sehr anspruchsvoll, der damit einhergehende Veränderungsprozess bringt vieles in der Einrichtung in Bewegung und wirkt sich auch auf andere Bereiche aus. In unserem Blog werden wir uns diesen Themen noch widmen.

Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Mitarbeiter*innen aller Bereiche einer Einrichtung zur Kick-off-Veranstaltung einzuladen. Das gemeinsame Wissen über dieses umfangreiche Vorhaben fördert schließlich das Verständnis für die Belange der Pflegekräfte in der Zeit der „Aktenumstellung“ und deren Unterstützung.

Wollen Sie wissen, was in unseren Kick-off-Veranstaltungen besonders gut angekommen ist? Kennen Sie z.B. den Trick mit der Wäscheleine? Demnächst berichten wir in unserem Blog darüber…

Und welche Methoden bevorzugen Sie? Wie planen Sie Kick-off-Veranstaltungen? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns, wir freuen uns darauf.

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Es ist wie ein Déjà-vue … https://www.pswohnen.de/aktuell/es-ist-wie-ein-deja-vue/ Fri, 01 Mar 2019 12:27:06 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=692 Darüber ist man sich in der Pflegedienstleitung vom Paritätischen Seniorenwohnen „Dr. Victor Aronstein“ einig. Yvonne Jöhrend und Tamara Aldajew berichten, welche Herausforderungen derzeit anstehen: „Bereits Ende 2016 hat unsere Einrichtung...

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Darüber ist man sich in der Pflegedienstleitung vom Paritätischen Seniorenwohnen „Dr. Victor Aronstein“ einig. Yvonne Jöhrend und Tamara Aldajew berichten, welche Herausforderungen derzeit anstehen:

„Bereits Ende 2016 hat unsere Einrichtung ihre gesamte papiergestützte Pflegedokumentation auf das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation umgestellt. „Umgestellt“ klingt eigentlich viel zu einfach. Das Modell musste erlernt und trainiert werden. Schließlich wurden alle Pflegedokus nach diesem neuen Modell erstellt. Unsere Pflegekräfte waren so motiviert, dass wir in kurzer Zeit damit fertig waren.

Das Besondere war damals zu erleben, wie toll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander im fachlichen Austausch waren, mit wieviel Hingabe sie die Bewohnerinnen und Bewohner in der neuen Dokumentation abgebildet haben und wieviel Spaß wir trotz dieser gewaltigen Aufgabe der Aktenerstellung miteinander hatten.

Die Pflegefachkräfte Patricia Sandberg (l.) und Sabine Lehr (r.) arbeiten mit der PC-gestützten Pflegedokumentation nach dem Strukturmodell.

Nun, zwei Jahre später, gehen wir den nächsten Schritt und stellen unsere inzwischen nicht mehr ganz neue Papierdokumentation auf eine PC-gestützte Doku um. Wieder machen unsere Pflegekräfte sehr engagiert mit.

Zunächst musste das entsprechende Computerprogramm erlernt werden. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich sehr auf die Arbeit mit dem PC gefreut, andere hatten anfänglich große Sorge, ob sie das packen würden. Mittlerweile haben alle ihre Ängste abgelegt und unterstützen sich auch gegenseitig im Umgang mit dem PC und der Pflegedoku. Schließlich werden nun alle Papierakten in das Programm übertragen. Das ist mit sehr viel Arbeit und zusätzlichem Aufwand verbunden.

Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Herausforderung können wir nur meistern, weil alle Pflegekräfte mit großer Begeisterung mitmachen und die einzelnen Bereiche (Pflege, Therapie und Betreuung) wunderbar zusammenwirken.“

Pflegedienstleitung: Yvonne Jöhrend (r.) und Tamara Aldajew (l.) „Wir sind wahnsinnig stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

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Strukturmodell im PSW | Vincent van Gogh | Tag 9 https://www.pswohnen.de/aktuell/strukturmodell-im-psw-vincent-van-gogh-tag-9/ Sun, 24 Feb 2019 12:31:15 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=698 Dürfen wir vorstellen? Das ist unser Coaching-Team: (v. l. n. r.) Joyc Thoms-Holicki, Torsten Diederich und Nicole Genzel. Gemeinsam mit dem Leitungsteam begleiten sie die Mitarbeiter*innen der Einrichtung während der...

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Dürfen wir vorstellen?

Das ist unser Coaching-Team: (v. l. n. r.) Joyc Thoms-Holicki, Torsten Diederich und Nicole Genzel. Gemeinsam mit dem Leitungsteam begleiten sie die Mitarbeiter*innen der Einrichtung während der Implementierung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation.

Zu ihren Aufgaben gehören u.a. die konkrete Anleitung der Pflegefachkräfte bei der Erstellung von Strukturierten Informationssammlungen (SIS®) und Maßnahmenplänen sowie die Begleitung der neu organisierten Dienstübergaben. Im Rahmen des Coachings wird vor allem der fachliche Austausch mit den Kolleg*innen im Pflegebereich über die Dokumentation der individuellen Versorgung der Bewohner*innen groß geschrieben.

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Strukturmodell im PSW | Vincent van Gogh | Tag 8 https://www.pswohnen.de/aktuell/strukturmodell-im-psw-vincent-van-gogh-tag-8/ Sat, 23 Feb 2019 12:32:20 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=700 Schwester Jenny H. hat sich mit einem Bewohner zum Gespräch verabredet. Ihre Aufgabe als Pflegefachkraft ist es heute, in der frisch erlernten Art und Weise eine Strukturierte Informationssammlung (SIS®) zu...

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Schwester Jenny H. hat sich mit einem Bewohner zum Gespräch verabredet.

Ihre Aufgabe als Pflegefachkraft ist es heute, in der frisch erlernten Art und Weise eine Strukturierte Informationssammlung (SIS®) zu erstellen. Ihre kleine Arbeitshilfe, die sie bei ihrer Schulung bekommen hat, hat sie immer dabei. So fällt die Umstellung vom alten auf das neue Pflegedokumentationssystem ein bisschen leichter.

 

Die SIS® stellt das erste der vier Elemente des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation dar.

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Strukturmodell im PSW | Vincent van Gogh | Tag 4 https://www.pswohnen.de/aktuell/strukturmodell-im-psw-vincent-van-gogh-tag-4/ Wed, 20 Feb 2019 12:36:28 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=706 Nach Schulung und Training kommt das Strukturmodell im Wohnbereich 3/4 nun zur praktischen Anwendung. Jetzt heißt es, die spannenden Fragen aus dem Pflegealltag miteinander zu diskutieren. Heute ging es –...

Der Beitrag Strukturmodell im PSW | Vincent van Gogh | Tag 4 erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

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Nach Schulung und Training kommt das Strukturmodell im Wohnbereich 3/4 nun zur praktischen Anwendung. Jetzt heißt es, die spannenden Fragen aus dem Pflegealltag miteinander zu diskutieren. Heute ging es – wie sollte es in den ersten Tagen anders sein – um die Strukturierte Informationssammlung. 

In welcher Beziehung kann das Themenfeld „Leben in sozialen Beziehungen“ zu  einem Risiko in der Ernährung stehen?

Den eigenen Verlust von Fähigkeiten in der Ernährung bei sich selbst zu bemerken oder auch bei anderen zu beobachten, das kann schnell zu einem persönlichen Rückzug aus der Gemeinschaft führen. Körperliche Veränderungen, z.B. aufgrund von Gewichtszunahme oder -abnahme, können personellen Unterstützungsbedarf zur Folge haben und von Gefühlen, wie Scham und Ängste, andere zu belasten, begleitet werden. Ein „Abfinden“ mit der eigenen Situation kann zur Isolation führen. 

Quintessenz des Tages: Wir müssen also immer in alle Richtungen denken, um die individuellen Ursachen, die zur Entstehung eines Risikos führen können, herauszufinden. 

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Wie aus einem Prototypen ein Wanderzirkus wurde https://www.pswohnen.de/aktuell/wie-aus-einem-prototypen-ein-wanderzirkus-wurde/ Wed, 20 Feb 2019 12:33:09 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=702 Jedes Projekt braucht einen geeigneten Rahmen und den richtigen Zeitpunkt. Angesichts der großen Herausforderungen im Pflegebereich ist es manchmal auch mutig, „nein“ zu sagen. Oder erstmal eine Nummer kleiner anzufangen…...

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Jedes Projekt braucht einen geeigneten Rahmen und den richtigen Zeitpunkt. Angesichts der großen Herausforderungen im Pflegebereich ist es manchmal auch mutig, „nein“ zu sagen. Oder erstmal eine Nummer kleiner anzufangen…

Aufgrund unserer anfänglichen Vorbehalte, ob das Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation wirklich für unsere großen vollstationären Einrichtungen das Richtige ist, haben wir das Projekt zunächst auf unsere Kurzzeitpflegeeinrichtung begrenzt.

Die Kurzzeitpflege mit ihren 20 Plätzen und 10-12 Mitarbeitern war wegen ihrer Überschaubarkeit als Pilotprojekt besonders geeignet.

Allerdings war bei dem hohen Durchlauf von ca. 400 Gästen pro Jahr hier auch der Schreibaufwand in der Pflegedokumentation am größten. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass für jeden Gast eine Akte geführt wird. Zum damaligen Zeitpunkt sogar noch ausschließlich auf Papier.

In unserem „Labor Kurzzeitpflege“ konnten wir unsere neue Pflegedoku entwerfen, gemeinsam mit den Pflegekräften tüfteln, ausprobieren und verbessern, über die über die Art und Weise der Implementierung sehr viel lernen und uns so einen Prototypen „Strukturmodell“ schaffen, der auf die größeren Einrichtungen übertragbar war.

Aufbauend auf unseren ersten Erfahrungen haben wir in internen Veranstaltungen für einen einheitlichen Informationsstand gesorgt und somit eine solide Entscheidungsgrundlage für alle Einrichtungen geschaffen.

Schließlich haben sich auch unsere vollstationären Einrichtungen für eine Einführung des Modells entschieden. Der Prototyp „Strukturmodell“ ist so eine Art „Wanderzirkus“ geworden, wie wir das liebevoll zu sagen pflegen, der nun von Haus zu Haus zieht.

Unser Geheimtipp: Finden Sie Ihren geeigneten Rahmen für das Projekt, sorgen Sie dafür, dass alle Beteiligten in einem Boot sitzen, legen Sie gemeinsam den Kurs fest und segeln Sie los…

Können Sie über ähnliche Beispiele berichten? Wir freuen uns, wenn sie Ihre Erfahrungen hier mit uns teilen.

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