Blog Archive - Paritätisches Seniorenwohnen https://www.pswohnen.de/category/blog/ Wed, 16 Feb 2022 11:57:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 https://www.pswohnen.de/wp-content/uploads/2021/09/cropped-200630-PSW-Logo-ohne-Text-II-32x32.png Blog Archive - Paritätisches Seniorenwohnen https://www.pswohnen.de/category/blog/ 32 32 Lübecker Modell Bewegungswelten – die Geheimnisse des „Lübecker Koffers“ https://www.pswohnen.de/aktuell/luebecker-modell-bewegungswelten-die-geheimnisse-des-luebecker-koffers/ Fri, 10 Jan 2020 09:22:07 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=630 Ein Beitrag von Alexandra Berg und Joyc Thoms-Holicki Eines unserer therapeutischen Angebote ist das Lübecker Modell Bewegungswelten ->. In jeder Bewegungswelt wird der gesamte Mensch mit all seinen individuellen physischen, sozialen,...

Der Beitrag Lübecker Modell Bewegungswelten – die Geheimnisse des „Lübecker Koffers“ erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Ein Beitrag von Alexandra Berg und Joyc Thoms-Holicki

Eines unserer therapeutischen Angebote ist das Lübecker Modell Bewegungswelten ->. In jeder Bewegungswelt wird der gesamte Mensch mit all seinen individuellen physischen, sozialen, emotionalen und geistigen Fähigkeiten angesprochen. Die Übungen in den einzelnen Bewegungswelten werden an Alltagssituationen angelehnt, um so die Phantasie anzuregen und auch die Motivation der Teilnehmer*innen bei der Umsetzung zu steigern.

Einige der eingesetzten Utensilien, die wir hier vorstellen, sind Bestandteil des „Lübecker Koffers“. Darin hat die Übungsleiterin oder der Übungsleiter eine Auswahl an Materialien zur Verfügung, die in den unterschiedlichen Bewegungswelten eingesetzt werden.

 

Das Schwungtuch

… kann in der Bewegungswelt „Auf dem Fluss“ Wellen oder einen plötzlichen Strudel symbolisieren.

In der Bewegungswelt „Brotherstellung“ kommt es als Mühlenstein und beim „Camping“ als Zelt zum Einsatz.

 

Der Holzstab

… wird „Auf dem Fluss“ als Paddel benutzt.

In der Bewegungswelt „Bauernhof“ kann der Holzstab eine Sense darstellen und wiederum bei der Stallarbeit als Forke oder Besen seine Verwendung finden.

Bei der „Bergwanderung“ dient der Holzstab als Wanderstock.

 

 

Die Poolnudel

… wird klassisch in der Bewegungswelt „Im Schwimmbad“ eingesetzt, aber auch „Im Zoo“ kann diese Stierhörner, einen Elefantenrüssel und vielleicht auch eine Schimpansenschaukel darstellen.

 

 

Das Seil und der Würfel

Der Würfel ist in vielen Bewegungswelten zu Hause. Zahlen werden verschiedenen Bewegungen und Tätigkeiten zugeordnet.

Das Seil kann in der Bewegungswelt „Im Wald“ als Hängebrücke oder zum Balancieren eingesetzt werden.

 

 

Die bunten Tücher

… können sehr vielseitig bei der „Hausarbeit“ Verwendung finden, z.B. als Wäschestücke, Bettlaken oder Reinigungslappen.

Bei einer „Bergwanderung“ dienen sie als Wanderkarte, Rucksack oder Wanderhut.

 

 

Die Bohnensäckchen

… kommen beim „Hausbau“ als Dachziegel zum Einsatz.

Aber auch als Sofakissen oder als Aktionsware beim „Einkauf“ motivieren sie zur Bewegung und regen die Phantasie an.

 

 

Die Gewichtsmanschetten

… werden zur Stärkung der Muskelkraft in allen Bewegungswelten eingesetzt.

 

Der Ball – Softball, Noppenball, Gymnastikball

Der Softball

… dient bei der Fütterung der Tiere auf dem „Bauernhof“ als Futtermittel.

Die Äpfel müssen in der Bewegungswelt „Apfelernte“ geerntet oder Brötchen in der Bewegungswelt „Brotherstellung“ gebacken werden.

Der Noppenball

… wird als Kartoffelsortieranlage auf dem „Bauernhof“ benötigt.

Auch in der Bewegungswelt „Im Wald“ kann bei einem Waldspaziergang eine kleine Pause mit einer „Kastanienmassage“ sehr entspannend wirken…

Der Gymnastikball

… kann auf dem „Bauernhof“ zum Hüten der Schafe eingesetzt werden. Hier symbolisieren die Bälle die Schafe auf der Weide.

Nach diesem kleinen Einblick in die große Welt der Bewegungsmöglichkeiten wollen Sie vielleicht noch wissen, wie das mit dem Brotbacken geht? Dann lesen Sie doch einfach hier weiter.

Der Beitrag Lübecker Modell Bewegungswelten – die Geheimnisse des „Lübecker Koffers“ erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Lübecker Modell Bewegungswelten – was steckt noch dahinter? https://www.pswohnen.de/aktuell/luebecker-modell-bewegungswelten-was-steckt-noch-dahinter/ Thu, 19 Dec 2019 09:44:35 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=635 Ein Beitrag von Joyc Thoms-Holicki Das Lübecker Modell Bewegungswelten dient der Förderung der Beweglichkeit, der Ausdauer, der Koordination, der Kognition sowie der Steigerung der Kraft. Auch der Spaß und die...

Der Beitrag Lübecker Modell Bewegungswelten – was steckt noch dahinter? erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Ein Beitrag von Joyc Thoms-Holicki

Das Lübecker Modell Bewegungswelten dient der Förderung der Beweglichkeit, der Ausdauer, der Koordination, der Kognition sowie der Steigerung der Kraft. Auch der Spaß und die Freude dürfen nicht fehlen, um motiviert in die Übungsstunde zu starten.

Alexandra Berg, Ergotherapeutin im Paritätischen Seniorenwohnen, lässt unsere Bewohner*innen an 2 Tagen in der Woche in die unterschiedlichsten Bewegungswelten eintauchen.

Aktuell stehen Frau Berg siebzehn Bewegungswelten zur Verfügung.

 

Den Übungen in der jeweiligen Bewegungswelt sind bestimmte Regionen zugeordnet, die ausgeglichen bewegt werden sollten:

  • Region A: Kopf bis Hand
  • Region B: Rumpf
  • Region C: Beine

Zwei Pflichtübungen sind immer Bestandteil einer Bewegungswelt:

  • der Einbeinstand
  • das Aufstehen.

 

Eine Bewegungswelt dauert ca. 60 Minuten, wobei 45 Minuten für die reine Bewegung verwendet werden. Hinzu kommen noch Trinkpausen und die Verteilung der „Hausaufgaben“. Am Ende der Stunde wird jedem Bewohner und jeder Bewohnerin ein persönliches Bewegungsprogramm mitgegeben, um die durchgeführten Übungen je nach den individuellen Möglichkeiten auch selbstständig fortführen zu können.

Max. 10 Bewohner*innen nehmen an der Bewegungswelt teil. Sie kennen sich gut, da sie immer in der gleichen Runde zusammenkommen.

 

Eine Voraussetzung für eine Teilnahme am Lübecker Modell Bewegungswelten ist das Vorhandensein einer Stehfähigkeit ggf. auch mit einem Hilfsmittel (z.B. Rollator) oder mit der Hilfe einer unterstützenden Person. Des Weiteren sollten die kognitiven Fähigkeiten noch gut ausgeprägt sein, um das Gesagte bzw. die Anleitungen der Übungsleiterin umsetzen zu können. Dies schließt auch eine noch gut vorhandene Hör- und Sehfähigkeit ein.

Während der Übungsstunde kommen gezielt unterschiedliche Materialien zum Einsatz.

Welche das sind, darüber berichten wir im nächsten Beitrag.

 

Was Sie zu diesem Thema auch interessieren könnte:

Unsere Beiträge „Brot essen ist keine Kunst aber Brot backen“ und „Lübecker Modell – Bewegungswelten, ein Erfolgsmodell“.

Der Beitrag Lübecker Modell Bewegungswelten – was steckt noch dahinter? erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
„Brot essen ist keine Kunst, aber Brot backen“ https://www.pswohnen.de/aktuell/brot-essen-ist-keine-kunst-aber-brot-backen/ Sat, 23 Nov 2019 09:44:51 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=637 (… nach einem deutschen Sprichwort)   Ein Beitrag von Alexandra Berg und Joyc Thoms-Holicki   Heute backen wir Brot… Aber nicht in der Küche, sondern in unserem Gymnastikraum! Das ist...

Der Beitrag „Brot essen ist keine Kunst, aber Brot backen“ erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
(… nach einem deutschen Sprichwort)

 

Ein Beitrag von Alexandra Berg und Joyc Thoms-Holicki

 

Heute backen wir Brot…

Aber nicht in der Küche, sondern in unserem Gymnastikraum!

Das ist möglich mit dem Lübecker Modell Bewegungswelten (LMB) (Link https://pswbestpractice.de/luebecker-modell-bewegungswelten-ein-erfolgsmodell )

Wie das geht? Hier ist ein kleiner Einblick:

„Welche Brotsorten kennen Sie?“, fragt die Ergotherapeutin Alexandra Berg in die Runde.

Um die Auge-Hand-Koordination zu fördern, erfolgt die Beantwortung durch Zuwerfen und Auffangen eines Balls.

Die Atmosphäre ist entspannt. Mit viel Humor und Witz gelingt es jeder Bewohnerin die Frage zu beantworten.

Die erste Pflichtübung schließt sich an, der Einbeinstand.

Alexandra Berg erzählt weiter:

„Wir sind das Korn, das heranreift und dem Wetter ausgesetzt ist. Wir machen uns klein und wir wachsen…. Es kommt der Wind und der Regen hinzu.“

Alle bewegen sich „wie das Korn im Wind“

„Wir fahren mit dem Mähdrescher übers Feld.“

Der Mähdrescher rotiert.

„Der Mähdrescher formt die Ballen.“

Die formende Bewegung wird nachgemacht.

„Die Ballen werden auf den Anhänger geworfen.“

Eine Trinkpause zwischendurch regt zum kleinen Gespräch mit dem Nachbarn oder in großer Runde an.

Eine weitere Pflichtübung wird in den Ablauf eingebaut: die Bewohnerinnen kennen diese bereits und so schließt sich das gemeinsame Aufstehen-Vorbeugen-Hinsetzen an.

Nun geht es schon an die Verarbeitung des geernteten Korns.

Der Teig wird angerührt.

Der Teig muss nun eine Weile ruhen. Unsere Ergotherapeutin Alexandra Berg nutzt diese Ruhephase für gemeinsame Atemübungen.

So durchlaufen die Bewohnerinnen in dieser Stunde noch viele weitere Stationen des Backvorgangs, bis das „Produkt“, das Brot oder das Brötchen, fertig ist. Bis dahin muss noch der Teig geknetet, die Brötchen geformt und alles in den Ofen geschoben werden. Das heiße Blech muss wieder herausgeholt und die Brotkörbe verteilt werden.

Am Ende wird das Brot oder Brötchen noch von jeder Bewohnerin mit einem „Aufstrich“ nach persönlichem Geschmack belegt.

Welche Geheimnisse noch hinter dem Lübecker Modell Bewegungswelten stecken?

Demnächst verraten wir noch mehr darüber.

Der Beitrag „Brot essen ist keine Kunst, aber Brot backen“ erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
BEWEGUNGSFÖRDERUNG großgeschrieben https://www.pswohnen.de/aktuell/bewegungsfoerderung-grossgeschrieben/ Tue, 05 Nov 2019 09:46:50 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=639 Wer meint, dass Betreuung in der Senioreneinrichtung nur aus Singen und Handarbeiten besteht, ist auf dem völlig falschen Dampfer. Das ist ein Klischee! Es geht um sehr viel mehr. Täglich...

Der Beitrag BEWEGUNGSFÖRDERUNG großgeschrieben erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Wer meint, dass Betreuung in der Senioreneinrichtung nur aus Singen und Handarbeiten besteht, ist auf dem völlig falschen Dampfer.

Das ist ein Klischee!

Es geht um sehr viel mehr.

Täglich begleiten die Betreuungsassistent*innen des Paritätischen Seniorenwohnens die Bewohner*innen im Alltag, betreuen sie bei Alltagsverrichtungen und leiten sie dabei an. Sie unterbreiten vielfältige Angebote, um Körper, Geist und Seele anzusprechen und vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern.

Deshalb steht die aktuelle Pflichtfortbildung für unsere Betreuungsassistent*innen ganz im Zeichen der Bewegungsförderung.

Wie begleitet man einen gangunsicheren Bewohner richtig? Was ist zu beachten, wenn zudem auch die örtliche Orientierung fehlt?

Wie sind Spaziergänge und Spazierfahrten zu organisieren?

Wie gelingen Transfers am besten?

All diese Fragen greifen unsere beiden Ergotherapeutinnen aus dem Paritätischen Seniorenwohnen am Heckelberger Ring auf und bearbeiten sie mit den Teilnehmer*innen in dieser besonderen Fortbildung.

Die richtige Handhabung von Hilfsmitteln und die Unterstützung der Bewohner*innen im Umgang damit sind auch Teil des Programms. Es gibt wohl keine Funktion, mit der sie sich nicht auskennen.

Es ist wichtig für die Bewohner*innen mit einem Sturzrisiko, dass ihre Betreuungsassistent*innen ganz genau wissen, wie sie Gefährdungssituationen vermeiden und wirksam zur Sturzprophylaxe beitragen können.

Aber auch der Ernstfall muss durchgespielt werden. Was ist zu tun, wenn eine Bewohnerin oder ein Bewohner gestürzt ist?

Wir danken den beiden Ergotherapeutinnen für diese spannende Fortbildung, die einen wertvollen Beitrag dazu leistet, dass unsere Bewohner*innen sicher durch den Alltag begleitet werden.

So kann BEWEGUNGSFÖRDERUNG allemal großgeschrieben werden.

Der Beitrag BEWEGUNGSFÖRDERUNG großgeschrieben erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Je besser die Überleitung, desto reibungsloser die Versorgung https://www.pswohnen.de/aktuell/je-besser-die-ueberleitung-desto-reibungsloser-die-versorgung/ Tue, 22 Oct 2019 09:13:24 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=641 Welche Informationen brauchen Krankenhäuser, um unsere Bewohner*innen pflegerisch gut versorgen zu können? Auf jeden Fall die üblichen Stammdaten, wesentliche Diagnosen, Informationen über Risiken, Prophylaxen und die Nutzung von Hilfsmitteln sowie...

Der Beitrag Je besser die Überleitung, desto reibungsloser die Versorgung erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Welche Informationen brauchen Krankenhäuser, um unsere Bewohner*innen pflegerisch gut versorgen zu können?

Auf jeden Fall die üblichen Stammdaten, wesentliche Diagnosen, Informationen über Risiken, Prophylaxen und die Nutzung von Hilfsmitteln sowie grundsätzliche Angaben zur pflegerischen Versorgung.

Aber gerade bei Bewohner*innen mit kognitiven und kommunikativen Beeinträchtigungen ist noch einiges mehr erforderlich.

Informationen über die übliche Tagesstruktur und feste Gewohnheiten helfen, den Bewohner*innen auch an einem anderen Ort eine Orientierung zu geben.

Ebenso kann es sein, dass herausfordernd erlebtes Verhalten im Alltag eine große Rolle spielt. Die Kenntnis und die entsprechende Berücksichtigung machen eine pflegerische Versorgung im Krankenhaus oftmals überhaupt erst möglich.

Zu diesem Zweck hat sich Nicole Genzel, Pflegefachkraft im PARITÄTISCHEN Seniorenwohnen am Rosengarten, etwas einfallen lassen, denn mit dem bisher genutzten und nicht veränderbaren Überleitungsbogen aus der Papierdokumentation können diese, für die Bewohner*innen äußerst wichtigen Informationen nicht so wie notwendig übermittelt werden.

 

Gemeinsam mit dem Zentralen Qualitätsmanagement entwickelte sie eine Ergänzung zu einem neuen Überleitungsbogen, der nun auch aus der Dokumentationssoftware heraus ausgedruckt werden kann.

Es wird noch ein bisschen Wasser die Spree hinunterfließen bis die gesamte Dokumentation rund um die Überleitung auf Knopfdruck ausgedruckt und ins Krankenhaus mitgegeben werden kann.

Aber wir bleiben an der Weiterentwicklung dran.

Jetzt sagen wir erstmal: Danke, liebe Frau Genzel!

Der Beitrag Je besser die Überleitung, desto reibungsloser die Versorgung erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Learning by doing https://www.pswohnen.de/aktuell/learning-by-doing/ Thu, 10 Oct 2019 09:16:24 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=643 Die beste Vorbereitung auf die Ergebniserfassung ist die praktische Übung Wenn die MUG`s auf dem Tisch liegen und mit dem EQ-Fächer gefächelt wird, dann ist wieder Zeit für „Ergebniserfassung“. Was...

Der Beitrag Learning by doing erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Die beste Vorbereitung auf die Ergebniserfassung ist die praktische Übung

Wenn die MUG`s auf dem Tisch liegen und mit dem EQ-Fächer gefächelt wird, dann ist wieder Zeit für „Ergebniserfassung“.

Was so komisch klingt, ist eine sehr ernste Sache.

In den aktuellen Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität, Qualitätssicherung und –darstellung sowie für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements nach § 113 SGB XI in der vollstationären Pflege (kurz MUG`s genannt) ist geregelt, dass vollstationäre Pflegeeinrichtungen seit Oktober 2019 zu einer halbjährlichen Ergebniserfassung für alle in der Einrichtung lebenden Bewohner*innen an einem festgelegten Stichtag verpflichtet sind. Die dafür erforderlichen Daten beziehen sich jeweils auf das zurückliegende Halbjahr. Eine unabhängige Datenauswertungsstelle (kurz DAS genannt) ermittelt auf dieser Grundlage sogenannte Indikatoren (z.B. Erhaltene Mobilität, Dekubitusentstehung, Stürze mit gravierenden Folgen). Diese Ergebnisse sollen einerseits Pflegebedürftigen eine Orientierung über wichtige Versorgungsergebnisse bieten. Andererseits sollen die Pflegeeinrichtungen auf der Basis von sogenannten Feedbackberichten der DAS feststellen, wo sie im Vergleich zu anderen stationären Pflegeeinrichtungen stehen, und bei Notwendigkeit geeignete Maßnahmen zur Verbesserung einleiten können.

98 verschiedene Daten und das pro Bewohner*in… Das ist wirklich kein Klacks. Ein nicht zu unterschätzender Zeitaufwand, der pro Einrichtung geleistet werden muss.

Es ist ja keine Neuigkeit, dass wir in der Pflege keine zusätzlichen Ressourcen dafür haben. Das Gegenteil ist der Fall. Deshalb versuchen wir uns so gut wie möglich auf die schon mal bis 2025 festgelegten Stichtage vorzubereiten.

Viele Daten werden in der laufenden Versorgung der Bewohner*innen bereits erfasst (z.B. Diagnosen, Gewicht). Für andere wiederum müssen wir gemeinsam überlegen, wann ein geeigneter Erhebungszeitpunkt sein könnte. Das betrifft insbesondere die vier Module aus dem Begutachtungsinstrument, die bislang nicht regulär bei allen Bewohner*innen von den Pflegefachkräften der Pflegeeinrichtungen erhoben werden mussten. Höchstens, um die Aktualität eines Pflegegrades zu überprüfen. Ansonsten ist das ein Instrument für den MDK, das zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit genutzt wird.

Bei unseren praktischen Übungen spielen wir die gesamte Ergebniserfassung an konkreten Beispielen durch. Dabei wird die Erhebung von Daten in den laufenden Prozessen überprüft und ggf. angepasst. Knifflige Fälle greifen wir auf, um sie gemeinsam zu diskutieren.

Eine kleine Unterstützung bietet der EQ-Fächer, der Erläuterungen und Definitionen zu den einzelnen Fragen aus dem Erhebungsbogen zur Ergebniserfassung beinhaltet.

 

Inzwischen gibt es allerdings auch schon FAQ`s von verschiedenen Stellen, die ebenfalls wichtige Informationen liefern.

 

Um die Ergebniserfassung so reibungslos wie möglich zu gestalten, werden wir selbst alle wichtigen Informationen aus den verschiedenen Unterlagen sowie Beispiele aus unserer eigenen Praxis in einer Arbeitshilfe zusammenfassen.

Dringend erforderlich sind für uns jedoch auch noch ausstehende Schritte, die wir selbst nicht beeinflussen können. Im September sollten von der Datenauswertungsstelle die notwendigen Spezifikationen für die Softwarefirmen bereitgestellt werden. Nur damit könnten Einrichtungen, die mit elektronischer Pflegedokumentation arbeiten, diese auch für die Ergebniserfassung nutzen. Eine Erleichterung, wenn`s funktioniert. Bislang stehen die Spezifikationen nicht zur Verfügung, laut neuester Info der DAS ist das nun für Mitte Oktober geplant.

Es bleibt also sehr spannend, wie es mit diesem Thema für uns weitergeht.

Der Beitrag Learning by doing erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Betreuung und Begleitung im Alltag – eine ganz besondere Aufgabe https://www.pswohnen.de/aktuell/betreuung-und-begleitung-im-alltag-eine-ganz-besondere-aufgabe/ Mon, 30 Sep 2019 09:17:54 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=645 Betreuungsassistent*innen müssen viele Fähigkeiten haben. Denn so unterschiedlich die Menschen sind, die in unseren Einrichtungen leben, so vielseitig muss auch die Betreuung sein, die ihnen geboten wird. Das können Beschäftigungsangebote...

Der Beitrag Betreuung und Begleitung im Alltag – eine ganz besondere Aufgabe erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Betreuungsassistent*innen müssen viele Fähigkeiten haben. Denn so unterschiedlich die Menschen sind, die in unseren Einrichtungen leben, so vielseitig muss auch die Betreuung sein, die ihnen geboten wird.

Das können Beschäftigungsangebote sein, wie z.B. Bewegungsförderung, Musik und Gesang sowie Gedächtnistraining. Aber auch die ganz konkrete Begleitung im Alltag oder das Üben von Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung (z.B. beim Rollstuhltraining) sind Angebote, die zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität der einzelnen Bewohner*innen beitragen. Daneben schaffen Betreuungsassistent*innen auch regelmäßig Angebote für Bewohner*innen, die in der Mobilität und/ oder den kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten stark beeinträchtigt sind.

Diese und weitere Themen verbunden mit praktischen Übungen waren heute Inhalt der Pflichtfortbildung für Betreuungsassistent*innen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Begleitung von neuen Bewohner*innen nach dem Einzug in die Einrichtung.

Der Umzug in eine Pflegeeinrichtung ist ein großer Einschnitt im Leben unserer neuen Bewohner*innen. Er kann Erleichterung bringen, weil die pflegebedürftige Person endlich die Unterstützung bekommen kann, die sie vielleicht inzwischen braucht. So ein Umzug ist aber auch begleitet von Verlust und Wehmut, weil die eigene Häuslichkeit aufgegeben werden muss, sowie von Ängsten vor dem Neuen. Deshalb ist die Begleitung von Bewohner*innen in den ersten Wochen eine wichtige Aufgabe, die eine große Kontinuität und sehr viel Gespür erfordert. Insbesondere unsere Betreuungsassistent*innen werden in dieser Phase zu wichtigen Bezugspersonen für die neuen Bewohner*innen.

Dabei geht es nicht nur darum, die Einrichtung mit all ihren Facetten (z.B. Räumlichkeiten, Beschäftigungs- und Therapieangebote) vorzustellen. Betreuungsassistent*innen führen regelmäßig Gespräche mit den neuen Bewohner*innen, um sich nach dem Wohlbefinden zu erkundigen und weiteren Unterstützungsbedarf festzustellen. Dieser kann individuell variieren. So kann es beispielsweise hilfreich sein, die Kontaktaufnahme zu anderen Bewohner*innen zu fördern oder ganz persönliche Orientierungshilfen zu schaffen.

Auch die Weiterleitung pflegerelevanter Informationen an die zuständigen Pflegefachkräfte ist ein wichtiger Bestandteil dieser Aufgabe.

Mit großem Engagement wirkten die Teilnehmer*innen an ihrem Fortbildungstag mit. Diese Veranstaltung bestätigte einmal mehr, dass unsere Bewohner*innen im Alltag sehr gut begleitet werden.

Große Klasse, der Tag hat auch den Referent*innen wieder einmal viel Freude bereitet!

Der Beitrag Betreuung und Begleitung im Alltag – eine ganz besondere Aufgabe erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Zweite Runde Expertentage https://www.pswohnen.de/aktuell/zweite-runde-expertentage/ Wed, 18 Sep 2019 09:19:34 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=647 Wie können wir mit unseren Bewohner*innen kommunizieren, wenn die Sprache verloren geht? Wie gelingt es uns, unsere Bewohner*innen mit Demenz in ihrer Welt abzuholen und ihnen auf der Gefühlsebene zu...

Der Beitrag Zweite Runde Expertentage erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Wie können wir mit unseren Bewohner*innen kommunizieren, wenn die Sprache verloren geht?

Wie gelingt es uns, unsere Bewohner*innen mit Demenz in ihrer Welt abzuholen und ihnen auf der Gefühlsebene zu begegnen?

Wie schaffen wir es, sie im Alltag zu stärken und ihnen Vertrauen zu geben?

Wie können wir die Angehörigen stützen und die Lebenswelt der Bewohnerin bzw. des Bewohners erfahrbar machen?

Mit diesen und weiteren Fragestellungen beschäftigen wir uns an unserem zweiten Expertentag. Die teilnehmenden Pflegekräfte werden animiert, die Perspektive zu wechseln: weg vom pathologischen Blick auf die Demenz und hin zu einem Verständnis der Person mit Demenz.

Dieser Blick hilft uns in vielen alltäglichen Situationen, die uns im Pflegealltag begegnen, beispielsweise beim Ernährungsmanagement und beim Schmerzmanagement. Themen, die am heutigen Expertentag ebenfalls eine Rolle spielen.

Für die Teilnehmer*innen aus unseren Einrichtungen sind das keine neuen Themen, denn sie sind seit Jahren feste Bestandteile in unseren Fortbildungsplänen.

Wie schon bei den Veranstaltungen zum Expertentag 1 (wir berichteten davon) geht es auch jetzt wieder darum, das vorhandene Fachwissen zu vertiefen und anhand von konkreten Fallbeispielen die Entwicklung und die Umsetzung von Maßnahmen zu üben.

In insgesamt fünf Veranstaltungen zum Expertentag 2 wollen die Referentinnen Yvonne Jöhrend (PDL im PSW „Dr. Victor Aronstein“) und Joyc Thoms-Holicki (Zentrales Qualitätsmanagement) mit verschiedenen Methoden Impulse setzen, Denkanstöße anbieten, Fragen aufwerfen und Lösungen entwickeln, die konkret in die Praxis mitgenommen werden können.

Der Beitrag Zweite Runde Expertentage erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Die Aufnahme reibungslos gestalten https://www.pswohnen.de/aktuell/die-aufnahme-reibungslos-gestalten/ Wed, 24 Jul 2019 09:22:24 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=649 Wie aus einer Idee ein Praxistest wird   Sie haben schon viele Aufnahmen gehabt. Man kann mit Gewissheit sagen: die beiden Wohnbereichsleiterinnen Jenny Nußmann und Juliane Baars sind Profis in...

Der Beitrag Die Aufnahme reibungslos gestalten erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Wie aus einer Idee ein Praxistest wird

 

Sie haben schon viele Aufnahmen gehabt.

Man kann mit Gewissheit sagen: die beiden Wohnbereichsleiterinnen Jenny Nußmann und Juliane Baars sind Profis in Sachen Aufnahme.

Nicht erst durch die vielen Bewohner*innen, die seit April 2014 in das neu erbaute PARITÄTISCHE Seniorenwohnen „Vincent van Gogh“ eingezogen sind.

Sie sind versierte Pflegefachkräfte, die wissen, worauf es beim Einzug in die Pflegeeinrichtung ankommt, und denen es wichtig ist, die Eingewöhnungsphase für die Bewohner*innen individuell zu gestalten und professionell zu begleiten.

Gerade am Anfang sind besonders viele Informationen nötig, um eine umfassende Versorgungsplanung aufzustellen.

Die Einrichtung ist derzeit in der Umstellung auf das Strukturmodell. Das bedeutet:  grundlegende Entbürokratisierung und Einführung eines anderen Dokumentationssystems. Alle, in den ersten Tagen relevanten Informationen werden in der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) erfasst. Um die Arbeit mit dem neuen System zu erleichtern, haben wir eigene Arbeitshilfen entwickelt und alle Mitarbeiter*innen damit ausgestattet.

Gut und schön, trotzdem gibt es einen kleinen Haken. Gerade am Aufnahmetag bzw. in den ersten 24 Stunden ist die Fülle an Informationen so groß, dass nichts im hektischen Arbeitsalltag untergehen darf.

Hierfür haben sich Jenny Nußmann und Juliane Baars etwas Geniales einfallen lassen: eine Arbeitshilfe, die jedermann für eine Neuaufnahme nutzen kann. Darin sind die wichtigsten Punkte und Fragestellungen nach den sechs verschiedenen Themenfeldern der Strukturierten Informationssammlung (SIS®) sortiert: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Mobilität und Beweglichkeit, Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen, Selbstversorgung, Leben in Sozialen Beziehungen, Wohnen/ Häuslichkeit.

 

So wird gerade am Anfang nichts vergessen und die gewonnen Informationen können sofort im „echten“ SIS®-Bogen an der richtigen Stelle dokumentiert werden.

Bei der Dienstübergabe bietet die neue Arbeitshilfe einen guten Überblick über den aktuellen Informationsstand, so dass die nächste Pflegefachkraft die Aufnahme unkompliziert fortsetzen kann.

Letzte Woche zu Papier gebracht, diese Woche geht die Testversion in die Praxis. Wir freuen uns, wenn die neue Arbeitshilfe eine Erleichterung bringt. Denn darum geht es dabei in erster Linie.

Ein Dankeschön an Frau Nußmann und Frau Baars für ihr Engagement!

Der Beitrag Die Aufnahme reibungslos gestalten erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Die drei wichtigen A’s https://www.pswohnen.de/aktuell/die-drei-wichtigen-as/ Tue, 16 Jul 2019 09:26:20 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=651 Eine einfache Formel für die Kommunikation im Umgang mit Menschen mit Demenz Ansprechen… Ansehen… Atmen… Jemanden mit dem Namen anzusprechen, sie oder ihn anzusehen und sich für die Ansprache oder das Gespräch...

Der Beitrag Die drei wichtigen A’s erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Eine einfache Formel für die Kommunikation im Umgang mit Menschen mit Demenz

Ansprechen… Ansehen… Atmen…

Jemanden mit dem Namen anzusprechen, sie oder ihn anzusehen und sich für die Ansprache oder das Gespräch Zeit zu nehmen, klingt so einfach und selbstverständlich, ist aber in unserem hektischen Alltag oft zu schwer umzusetzen.

In der Kommunikation mit Menschen mit Demenz ist die Berücksichtigung der drei A`s jedoch enorm wichtig. Eine gelingende Kommunikation trägt zur Zufriedenheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei, ist Teil der Lebensqualität.

Aus dem Umgang mit Menschen mit Demenz wissen wir, dass die Pflege und die Betreuung leichter gelingen, je besser wir uns auf den Menschen einlassen können. Grundvoraussetzungen sind Achtsamkeit und Wertschätzung, was sich in Sprache, Mimik und Gestik ausdrückt.

Diesem Thema widmet sich in eindrucksvoller Weise die Folge 2 des neuen Demenz-Podcasts vom medhochzwei-Verlag.

Die Folgen erscheinen im monatlichen Rhythmus und sollen An- und Zugehörigen Antworten auf ihre Fragen und konkrete Unterstützung bieten. Warum also im pflegerischen Beratungsgespräch in der Einrichtung nicht ruhig auch mal den An- und Zugehörigen einen Podcast empfehlen!

Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Pflege- und Betreuungsbereich dürfen sich diesen besonderen Podcast nicht entgehen lassen. Er hat genau die richtige Hör-Länge, jedes Thema wird gut und umfassend auf den Punkt gebracht und er enthält viele praktische Beispiele, die man aus dem Alltag kennt.

 

Der Demenz-Podcast ist eine Best Practice, die wir sehr gern weiterempfehlen.

Der Beitrag Die drei wichtigen A’s erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Die Einschätzungskompetenz stärken https://www.pswohnen.de/aktuell/die-einschaetzungskompetenz-staerken/ Tue, 02 Jul 2019 09:41:41 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=653 Das Begutachtungsinstrument und seine Bedeutung für die Indikatoren Das Begutachtungsinstrument zur Ermittlung des Pflegegrades hat zukünftig noch eine weitere Funktion. Die halbjährliche Ergebniserfassung zur Berechnung der Indikatoren, mit denen die...

Der Beitrag Die Einschätzungskompetenz stärken erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Das Begutachtungsinstrument und seine Bedeutung für die Indikatoren

Das Begutachtungsinstrument zur Ermittlung des Pflegegrades hat zukünftig noch eine weitere Funktion. Die halbjährliche Ergebniserfassung zur Berechnung der Indikatoren, mit denen die Versorgungsergebnisse aller stationären Pflegeeinrichtungen beurteilt werden sollen, verlangt eine aktuelle Einschätzung der folgenden vier Module des Begutachtungsinstruments:

  • Modul 1: Mobilität
  • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Modul 4: Selbstversorgung
  • Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Aufgrund der Aktualität dieses Themas haben wir uns auf der Leitungsebene noch einmal sehr ausführlich in einer Inhouse-Schulung dem Begutachtungsinstrument gewidmet.

Wir konnten für diese Fortbildung dankenswerterweise Frau Carola Stenzel, Referentin des deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) und gleichzeitig Bundesmultiplikatorin für die Erfassung von Versorgungsergebnissen im Rahmen des Indikatorenansatzes, gewinnen.

 

Die Einschätzung der benannten vier Module des Begutachtungsinstruments benötigt die Datenauswertungsstelle neben weiteren Daten für die Berechnung der Indikatoren und dementsprechend für die Rückmeldung der Ergebnisse an die Einrichtungen in Form des Feedbackberichtes. So lässt sich beispielsweise zukünftig darstellen, ob sich die Selbständigkeit und die Mobilität der Bewohner*innen in Bezug auf vorherige Ergebniserfassungen verbessert oder verschlechtert hat und wie die Einrichtung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt abschneidet.

Bei einigen Indikatoren werden jeweils zwei Risikogruppen unterschieden:

  • Es gibt eine Gruppenbildung bei den Indikatoren Erhaltene Mobilität, Erhaltene Selbständigkeit bei alltäglichen Verrichtungen, Stürze mit gravierenden Folgen und Unbeabsichtigter Gewichtsverlust. Hierbei wird unterschieden nach Bewohner*innen mit keinen oder geringen kognitiven Beeinträchtigungen bzw. Bewohner*innen mit mindestens erheblichen kognitiven Beeinträchtigungen.
  • Im Unterschied dazu werden bei den Indikatoren Anwendung von Gurten und Anwendung von Bettseitenteilen nur Bewohner*innen mit mindestens erheblichen kognitiven Beeinträchtigungen berücksichtigt.
  • Eine weitere Gruppenbildung wird beim Indikator Dekubitusentstehung vorgenommen. Es gibt die Unterscheidung nach Bewohner*innen, die beim Positionswechsel im Bett selbständig oder überwiegend selbständig sind, und Bewohner*innen, die dabei überwiegend unselbständig oder unselbständig sind.

Alle diese Informationen, die für die Gruppenbildung und letztlich für den Indikator eine immense Rolle spielen, kommen aus dem Begutachtungsinstrument.

Das macht deutlich, wie wichtig die genaue Kenntnis der Module und die Einschätzungskompetenz sind.

In den nächsten Wochen werden wir zu diesem Thema noch weitere Inhouse-Schulungen für Pflegefachkräfte durchführen. Sie sind diejenigen, die die Bewohner*innen täglich versorgen und am allerbesten kennen, auf ihre fachliche Meinung und detaillierte Einschätzung kommt es an.

Der Beitrag Die Einschätzungskompetenz stärken erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
4 Aufgaben zur Vorbereitung auf das indikatorengestützte Verfahren generieren https://www.pswohnen.de/aktuell/4-aufgaben-zur-vorbereitung-auf-das-indikatorengestuetzte-verfahren-generieren/ Wed, 19 Jun 2019 09:42:43 +0000 https://www.pswohnen.de/?p=655 Nach einem Soll-Ist-Vergleich, bei dem die neuen Anforderungen aus den Maßstäben und Grundsätzen und der Qualitätsprüfungs-Richtlinie mit dem aktuellen Stand der Pflegedokumentation verglichen werden, werden nun konkrete Aufgaben generiert, um...

Der Beitrag 4 Aufgaben zur Vorbereitung auf das indikatorengestützte Verfahren generieren erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>
Nach einem Soll-Ist-Vergleich, bei dem die neuen Anforderungen aus den Maßstäben und Grundsätzen und der Qualitätsprüfungs-Richtlinie mit dem aktuellen Stand der Pflegedokumentation verglichen werden, werden nun konkrete Aufgaben generiert, um zunächst einmal für eine solide Datenlage sorgen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die zukünftige halbjährliche Ergebniserfassung.

Einerseits müssen wir uns die Frage stellen, ob Veränderungen in Prozessen und Pflegedokumentation erforderlich sind. Besteht Handlungsbedarf, werden die Aufgaben thematisch gebündelt (z.B. Einzug, Krankenhausaufenthalt, Sturz, Dekubitus, …), nach Prioritäten sortiert und bearbeitet.

Anderseits ist eine Abstimmung mit dem Software-Dienstleister erforderlich, um abzuklären, welche Anpassungen der Dokumentation seitens des Dienstleisters zeitnah unterstützt werden können und welche ohnehin in Bezug auf die kommenden Veränderungen vorgesehen sind.

Wenn man mit elektronischer Pflegedokumentation arbeitet, dann sollten nahezu alle Daten zum Zeitpunkt der Ergebniserfassung bereits automatisiert zur Verfügung stehen.

Der Beitrag 4 Aufgaben zur Vorbereitung auf das indikatorengestützte Verfahren generieren erschien zuerst auf Paritätisches Seniorenwohnen.

]]>